english

Post-Mining-Development

Boden: Eigenschaften und Nutzungspotentiale von Bergbauböden

Weiterbildung der BTU Cottbus-Senftenberg: Anmeldung bis 24. April

Hintergrund

Weltweit stehen Bergbauregionen mit ihren von Menschenhand veränderten und gestörten Landschaften vor besonderen Herausforderungen. Sie durchlaufen gravierende Veränderungsprozesse in ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Sicht. Deshalb ist ihre Sanierung und zukunftsfähige Gestaltung ein wichtiger Baustein einer nachhaltigen Regionalentwicklung. Die BTU Cottbus–Senftenberg testet im Sommersemester 2017 einen neuen Kurs »Boden: Eigenschaften und Nutzungspotentiale von Bergbauböden«. Vorgängerkurse waren »Stadtentwicklung und Industriekultur« und »Wasser: Entwicklung und
Sanierung von bergbaubeeinflussten Gewässern«.
Der Kurs umfasst Selbstlern- und Präsenzphasen sowie zwei Exkursionen und schließt mit einem Universitätszertifikat ab. Der zeitliche Umfang für die Selbstlernzeit beträgt 120 Unterrichtseinheiten und 60 Unterrichtseinheiten für die Präsenzzeit.

Ziele

Dieser Kurs vermittelt ein umfassendes Grundverständnis für ökologische Limitierungen aber auch für die Potentiale von Böden in Bergbaufolgelandschaften – dargestellt am Beispiel der Böden im Lausitzer Braunkohlenrevier. Die Kursteilnehmenden erhalten eine zusammenfassende Einführung zu bodenkundlichen Grundlagen, zu relevanten Themen des Bodenschutzes sowie zu speziellen Eigenschaften von Bergbauböden. Darauf aufbauend werden Möglichkeiten zur Nutzung dieser gestörten Standorte vorgestellt. Neben konventionellen land- und forstwirtschaftlichen Nutzungsoptionen werden auch alternative Landnutzungssysteme vorgestellt sowie rechtliche und wirtschaftliche Aspekte der Bergbausanierung diskutiert. Abgerundet wird die Veranstaltung durch verschiedene Exkursionen in die Lausitzer Bergbaufolgelandschaften, die die theoretisch vermittelten Kenntnisse praktisch unterlegen.

Termine und Inhalte


SELBSTLERNPHASE AB: 27. APRIL 2017


PRÄSENZPHASE 1: 11. bis 13. Mai 2017
Böden der Bergbaufolgelandschaften

  • Bodenkundliche Grundlagen
  • Bodenmechanische Voraussetzungen für Bergbauböden
  • Bodeneigenschaften
  • Bodenschutz
  • Exkursion zu Böden der Lausitzer Bergbaufolgelandschaften



PRÄSENZPHASE 2: 22. bis 24. Juni 2017
Potentiale und Probleme von Bergbauböden

  • Bergbauböden im Lausitzer Revier und weltweit
  • physikalische und chemische Meliorationsmaßnahmen
  • Einsatz von organischen Bodenverbesserungsmitteln
  • Bewertung des Rekultivierungserfolgs



PRÄSENZPHASE 3: 13. bis 15. Juli 2017
Landnutzungssysteme für Bergbaustandorte

  • Landwirtschaftliche Nutzung
  • Forstwirtschaftliche Nutzung
  • Alternative Landnutzungsformen
  • Renaturierung
  • Rechtliche Aspekte – Entlassung aus der Bergaufsicht
  • Wirtschaftliche und finanzielle Aspekte der Bergbausanierung
  • Exkursion zu Rekultivierungsstandorten



Vor und zwischen den Präsenzphasen liegen Selbstlernphasen, die zur Vorbereitung und Anfertigung einer Projektarbeit dienen. Die Projektarbeit ist die erforderliche Prüfung für den Erhalt des Universitätszertifikates. Das Vorstellen der Projektarbeit erfolgt separat an einem gemeinsam festgelegten Prüfungstag.

Zeiten
Donnerstag jeweils 15–19.30 Uhr
Freitag jeweils 9–18.30 Uhr
Samstag jeweils 9–13.45 Uhr

Zielgruppen

Personen mit einem berufsqualifizierenden Abschluss in unterschiedlichen Disziplinen, wie Ingenieur- und Geowissenschaften, Stadt- und Regionalplanung, Architektur, Rechtswissenschaften, Betriebs- und Volkswirtschaft u. a.; Praxiserfahrung ist vorteilhaft.

Abschluss

Universitätszertifikat und Teilnahmebestätigung nach Teilnahme an den drei Präsenzphasen und erfolgreichem Leistungsnachweis. Für diesen Kurs werden 6 ECTS-Punkte vergeben.

Veranstaltungsort

IBA-Studierhaus, Seestraße 84–86, 01983 Großräschen, Lausitzer Seenland

Kosten

845,– € inkl. 19% USt., einschließlich Lehrmaterialien und kleiner Pausenversorgung
Die Teilnehmendenzahl ist auf 22 begrenzt.

Übernachtung

IBA-Studierhaus ab 20 € p.P.
Tel.: +49 (0)35753 370 0
E-Mail: studierhaus@iba-see.de
alternativ:
www.grossraeschen.de/tourismus/hotels_pensionen

Dozenten


BTU COTTBUS-SENFTENBERG

  • apl. Prof. Dr. Dirk Freese (Lehrstuhl Bodenschutz und
    Rekultivierung)
  • Dr. Werner Gerwin (Forschungszentrum
    Landschaftsentwicklung und Bergbaulandschaften)
  • Prof. Dr. Christoph Hinz (Lehrstuhl Hydrologie und Wasserressourcenbewirtschaftung)
  • Dr. Cornelia Rißmann (Lehrstuhl Bodenschutz und Rekultivierung)



EHEM. LEITER DER BUND-LÄNDER-GESCHÄFTSSTELLE FÜR DIE BRAUNKOHLESANIERUNG

  • Dr. Friedrich v. Bismarck



FORSCHUNGSINSTITUT FÜR BERGBAUFOLGELANDSCHAFTEN e.V.

  • Dr. Michael Haubold-Rosar (Direktor)
  • Dr. Thomas Heinkele (Abteilung Agrar- und Forstökosysteme, Rekultivierung und Sanierung)
  • Dr. Christian Hildmann (Abteilung Gewässersanierung/Naturschutz)
  • Dr. Dirk Knoche (Abteilung Agrar- und Forstökosysteme, Rekultivierung und Sanierung)



LANDESAMT FÜR BERGBAU, GEOLOGIE UND ROHSTOFFE BRANDENBURG

  • Hans-Georg Thiem (Präsident)



LMBV – LAUSITZER UND MITTELDEUTSCHE BERGBAUVERWALTUNGSGESELLSCHAFT
MBH

  • Beate Lucke (Abteilung Grundsätze Geotechnik/Wasserwirtschaft)



Quelle: BTU Cottbus - Senftenberg


letzte Änderungen: 4.4.2017 20:26

Kontakt

Ansprechpartner

Viola Pieper
Weiterbildungszentrum BTU Cottbus - Senftenberg,
Tel.: +49 (0)355 69 3614
E-Mail: weiterbildung@b-tu.de

Wissenschaftliche Leitung
apl. Prof. Dr. agr. habil. Dirk Freese
Tel.: +49 (0)355 69 4238
E-Mail: freese@b-tu.de

Koordinator
Dr. Friedrich v. Bismarck
E-Mail: friedrichvonbismarck@gmail.com

Links
BTU-Weiterbildungsangebot
Modulbeschreibung und Teilnahmevorausetzung
Flyer "Boden"



https://www-docs.b-tu.de/weiterbildung/public/Fach_Fuehrung/Seminare/BTU_FB_Boden.pdf